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Ausgabe 4/2016

Alltägliches

9

Eigentlich müssen wir in Ehrfurcht

vor den Jugendlichen erstarren, die es

trotz des Überflusses an Ablenkungs-

möglichkeiten tatsächlich schaffen,

einigermaßen gute Schulnoten zu er-

ringen!

Andererseits erleichtert das Smart-

phone auch das Lernen mit Tutori-

als und den schnellen Blick in die

Wikipedia. Hausaufgaben werden

vom Klassenstreber in die WhatsApp

Gruppe geschickt, man braucht nicht

mehr hastig in der Pause abzuschrei-

ben.

WhatsApp

Allerdings ist es eine Binsenweis-

heit, dass nur Jugendliche zu viel am

Smartphone hängen. Auch Erwach-

sene verbringen viel Zeit damit, sich

z.B. über WhatsApp alberne Nach-

richten zu schicken. Seien es Videos

von kleinen Katzen, Witze über die

Beziehung Mann/Frau oder schlicht

eineApp, mit der man Donald Trump

mittels einer Trompete die Haare föh-

nen kann… (macht Spaß!)

Hat man erst einmal mit WhatsApp

angefangen, ist es schwer, wieder da-

mit aufzuhören. Der Vorteil ist, dass

man Kontakt mit entfernten Bekann-

ten hält, der Nachteil, dass man für

ein langes Telefonat mit der Freundin

eigentlich gar keine Zeit mehr hat.

Telefonanrufe sind schon fast so läs-

tig wie unerwarteter Besuch. Heutzu-

tage wird auch über WhatsApp eine

Beziehung beendet, nicht nur bei den

Kids!

Ständige Erreichbarkeit

Mails werden in regelmäßigen Ab-

ständen abgerufen, früher hatte man

auch bis zum nächsten Arbeitstag

Zeit, die Mails zu lesen…Der Preis

der ständigen Erreichbarkeit durch

das Smartphone ist Stress, Semina-

re zum Stressabbau finden rasenden

Zulauf – aber mit dem Smartphone

gegoogelt: leicht gefunden!

Wer die richtige Balance findet und

auch mal stundenlang ohne Handy

auskommt, kann sicherlich weiterla-

chen über die albernen WhatsApp-

Witze, die sich auch hochintelligen-

te Menschen schicken, als hätten sie

nichts Besseres zu tun. Und sich da-

ran erfreuen, dass es immer wieder

technische Neuigkeiten gibt. Dem-

nächst sollen Smartphones auch zum

Lernen in der Schule eingesetzt wer-

den, auch im Kindergarten naht das

digitale Zeitalter. Vielleicht wird man

bald die Handschrift abschaffen – mit

der Tastatur geht es leichter, und je-

der kann es lesen. Wir sind gespannt

auf das, was uns die Zukunft bringt…